Körper, Textilien und Klang als Einheit im künstlerischen Prozess
Die Choreografinnen des Toihaus Theaters, Cornelia Böhnisch und Katharina Schrott, fokussieren in ihren Performances die dynamische Beziehung von menschlichem Körper und Material. In ihrer künstlerischen Praxis der Material Choreography setzen sie sich intensiv mit Körper, Musik und Materialien wie Textilien, Flüssigkeiten oder dem Werkstoff Ton auseinander, dabei streben sie nach einer Gleichwertigkeit aller Ebenen. Pro Performance wird ein einzelnes Material fokussiert, damit alle Schattierungen erforscht werden können. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem performativen Charakter und den choreografischen sowie kompositorischen Möglichkeiten des jeweiligen Materials.
Im Explorieren von Raum, Material und Mensch wird sich Zeit genommen, um Neues entstehen zu lassen – dieses Bedürfnis entspricht ganz dem diesjährigen Toihaus Spielzeitthema „Ruhe“. Unterschiedliche Materialien werden in neue Kontexte gesetzt und zeigen so ihr verborgenes Potenzial – jenseits ihrer gewohnten Verwendung. „Die Materialien können sehr einfach sein – Ton, Wasser, ein Tuch, ein Fussel oder rhythmische Sportbänder. Erst kommt das Interesse am Material, dann das Suchen nach Effekten – und daraus entsteht etwas“, beschreibt Schrott.
Ein zentraler Ansatz des Toihaus Theaters ist es, Kunst jenseits von Alter, Herkunft und Abilities zu schaffen. „Die Verbindung der Generationen gelingt im Finden einer anspruchsvollen und dennoch nachvollziehbaren Darstellungsweise frei von Codes und Worten“, so Böhnisch zur Essenz der Arbeitsweise. Hier setzen Böhnisch und Schrott als künstlerische Leiterinnen des Toihaus Theaters mit ihrem Programm an. In den All- Ages-Performances wird diese künstlerische Herangehensweise unmittelbar erfahrbar, die das Publikum zu einer tiefgreifenden somatischen Erfahrung einlädt, die alle Sinne anspricht.
Body, textiles, and sound as a unity in the artistic process
In their performances, the choreographers of Toihaus Theater, Cornelia Böhnisch and Katharina Schrott, focus on the dynamic relationship between the human body and material. In their artistic practice of material choreography, they engage intensively with the body, music, and materials such as textiles, liquids, and clay, striving for equality on all levels. Each performance focuses on a single material so that all its different shades can be explored. The focus is on examining the performative character and the choreographic and compositional possibilities of the respective material.
When exploring space, materials and people, time is taken to allow something new to emerge — a need that is entirely in keeping with this year’s Toihaus season theme of “Calm”. Different materials are placed in new contexts, revealing their hidden potential beyond their usual uses. “The materials can be very simple – clay, water, a cloth, a piece of lint, or rhythmic sports bands. First comes an interest in the material, then the search for effects – and something emerges from that”, Schrott describes.
A central approach of the Toihaus Theater is to create art beyond age, origin, and abilities. “The connection between generations is achieved by finding a sophisticated yet comprehensible form of expression free of codes and words”, says Böhnisch about the essence of their working method. This is where Böhnisch and Schrott, as artistic directors of the Toihaus Theater, come in with their program. In the All-Ages-Performances, this artistic approach can be experienced directly, inviting the audience to a profound somatic experience that appeals to all the senses.
