Weihnachtsgrüße

Liebes Publikum,

was für ein Jahr! Wir blicken zurück auf Höhen und Tiefen, auf
ein unvergleichliches künstlerisches On und Off und auf ständig nötiges
administratives wie künstlerisches Improvisationsvermögen.
Noch immer sind wir ratlos, da allzu oft wichtige gesellschaftliche Fragen
nicht gestellt wurden und Kinder etwa zu den großen Verlierer*innen im Lockdown wurden. Doch das hat auch unseren Kampfgeist beflügelt: „Jetzt erst recht!“, wurde zu unserer Devise. „Genau jetzt sind Phantasie, Improvisationsvermögen und Handlungsfähigkeit gefragt.
Jetzt brauchen die Seele Pflege, die Gedanken Anstöße und der Körper sinnliche Nahrung!“ Mit Elan und Tatkraft haben wir uns daher an die Vorbereitungen des BimBam Festivals (20.02.-14.03.2021) gemacht und hoffen, dass dieses stattfinden kann.

Immer wieder haben wir in diesem Jahr auch ganz bewusst innegehalten, um statt Aktionismus Ziele und Visionen zu fokussieren, die auch nach Corona Bestand haben. Überlegungen zum Sinn der Kunst anzustellen und im Spielplan in die Tiefe zu gehen. Aus diesem Innehalten schöpften wir Hoffnung und positives Denken, nahmen Kreativität und Zusammenhalt im Team wahr. Wir nützten die Chance, um mit der
Herausforderung kreativ umzugehen und Stillstand zu überwinden. Einer dieser besonderen Momente war auch die Produktion des Films „Weiß“: Am 16. und 17. Dezember wäre „Der Mond tropft“ auf unserem Spielplan gestanden, wir hätten vor Publikum gespielt. Da dies aber nicht möglich war, haben wir einen kleinen Film gedreht. Wir wünschen Euch viel Freude damit!

Film „Weiß“ auf vimeo

Bleibt gesund!
Wir freuen uns, wenn wir unser Theater wieder für Euch öffnen dürfen!

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch,
Euer Team vom Toihaus Theater

 


Weiß

Morgensterns Gedicht „Die Trichter“ und Dunkel, das Licht erst sichtbar macht und die Magie des Mondes spüren lässt, waren wichtige Inspirationen für „Der Mond tropft“. Ebenso das poetische Bild des „sich verfestigenden Weiß“ und eine intensive Auseinandersetzung mit verschiedensten Materialien. Watte, Nebel, Schaum, Milch, weiße Steine, Licht … So unterschiedlich in Textur und Konsistenz, so doch in einem gleich: Sie alle erscheinen als Summe aller Farben, in Weiß. Wir möchten Euch „Weiß“ als filmischen Gruß übermitteln, als Einladung zum Innehalten und zu ein paar sphärischen und poetischen Momenten am Ende dieses bizarren Jahres.

Darstellerinnen: Angelika Miklin, Yoko Yagihara, Pascale Staudenbauer
Stimme: David Oberhauser
Ausstattung: Maria Morschitzky
Idee und Regie: Cornelia Böhnisch
Kamera und Schnitt: Michael Übleis